Fremde Welt - Gleiche Probleme

Wie hätte sich unser Europa entwickelt, wenn die Pest nicht nur einmal Mitte des 14. Jahrhunderts gewütet hätte? Wenn Krankheit, Krieg und Rückschläge in der Entwicklung der Gesellschaft häufiger und brutaler aufgetreten wären?

Diese und andere Fragen stellte sich Farina de Waard bei der Entstehung ihrer Fantasy-Welt "Tyarul". Was daraus erschaffen wurde, ist eine Paralleldimension, geprägt von alten Kriegen und Krankheiten und seit einigen Jahrzehnten auch einer fest etablierten Diktatur.

Tyarul ist mit unserer Welt verbunden, es ist hier, ganz nah bei uns und wir können es nicht sehen. Nur wer einen der Knotenpunkte zwischen den Welten betritt, eines der wenigen verbliebenen Portale, kann Tyarul erkunden und wird schon bald von der Wildheit, Grausamkeit und gleichzeitigen Schönheit dieser fremden Welt berauscht sein.

 

Tyrannei, wilde Natur, mittelalterliche Siedlungen und Städte - und gefangen zwischen all diesen Eindrücken: Sina, die Hauptperson im "Vermächtnis der Wölfe". Wer eine faszinierende Welt durch den offenen Blick einer Fremden aus der Moderne erfahren will und gleichzeitig Einblicke durch die Einheimischen erhalten, der ist bei dieser Buchreihe genau richtig.

Ornanung


Das kleine Dorf Ornanung liegt im Südosten der erschlossenen Welt nahe eines großen Gebirgszuges. Nach den Kriegen und dem Genozid an den Feliden mussten auch die meisten Miakoda in der Region ihre Kultur und ihre Heimatstätten aufgeben. Überwachsene Straßen und verbrannte Siedlungen liegen verlassen in den Wäldern - dazwischen Ornanung, ein verschlafener Ort, in den es nur gelegentlich Reisende verschlägt, die auf der Suche nach einem guten, starken Pferd sind.

Die meisten Dorfbewohner schweigen über die Ungerechtigkeit des Regimes und lassen die Willkür der Ratken über sich ergehen, wenn diese ins Dorf kommen, um Abgaben und Pferde einzufordern.

Vermutlich könnte alles weiter diesen gewohnten Gang nehmen, wären da nicht ein alter Magier und sein rebellischer Enkel, die eine gesuchte Magierin bei sich aufnehmen ...


Mazmorra


Die Festung der Königin Zayda liegt am Rand der großen Sumpfebene auf einer Klippe. Dahinter beginnt die felsige Hochebene, die Heimat der Ratken. Sklaven durchstreifen die Gänge auf dem Weg zu ihren nächsten Aufgaben und gelegentlich erfüllt das schallende Lachen einiger Krieger die kühlen Korridore.

Zaydas Festung beherbergt das letzte bekannte Portal in einer versiegelten Kammer, so kann sie kontrollieren, wer oder was aus der fremdartigen, modernen Dimension geholt wird. Von ihrem stillen, düsteren Thronsaal regiert die Königin das Land und wird von ihren Beratern und Boten darüber informiert, was in der Hochebene der Ratken und den unterworfenen Landstrichen vor sich geht. Doch nicht immer erreichen Nachrichten sie rechtzeitig - und dann handelt Zayda durchaus selbst und fängt Rebellen oder Verräter.

Wer nicht von ihr getötet wird, landet in Mazmorras Grab, einem unterirdischen Gefängnis, das in die Felsen der Klippe unter der Festung geschlagen wurde. In den dunklen, kalten Gängen herrschen Angst und Krankheit - niemand, der in diesen Tunneln und Zellen verschwunden ist, kam jemals wieder ans Tageslicht. 


Yerima


Das kleine Städtchen liegt 3 Tagesritte entfernt von Ornanung und ist damit der nächstgrößere Anlaufpunkt, wenn Waren in dem Dorf benötigt werden. Yerima hält enge Handelsbeziehungen mit seiner großen Schwesterstadt Yoruba und versorgt dadurch auch noch weitere Dörfer, die nach den Kriegen in den Wäldern übriggeblieben sind.


Yoruba


Yoruba - der große Strom - ist eine der größten Städte im Süden und bekannt als Handelsort. Die Stadt liegt auf der Felsnase des Flusses Yor, der viele große Städte und Siedlungsgebiete in Tyarul verbindet. Direkt bei Yoruba trennt sich der Fluss auf, sein größerer Arm fließt weiter Richtung Norden und wird als Handelsroute genutzt, sein kleinerer Arm strömt träge nach Osten in die Sümpfe und versorgt diese mit Wasser.

Yoruba wird wie jede große Stadt von einer Herrscherfamilie des Ratkenvolkes kontrolliert, die Abgaben und stetigen Gehorsam verlangt. Die überfüllte Handelsstadt ist durchzogen von Kanälen, Märkten und dem stetigen Lärm der Händler und Handwerker.



Eindrücke aus Tyarul: