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Autorensonntag 5. April

Der heutige #Autorensonntag befasst sich mit dem Thema "Durch Reichweite zum Bestseller?" ...
Tja, das ist ein Thema, zu dem ich leider nur mäßig viel beitragen kann, aber wer möchte: Hier sind meine spontan zusammengeschriebenen Gedanken dazu, da ich gerade eigentlich für meinen Doktorvater eine Zusammenfassung erarbeiten sollte (Ah!)
Zur Reichweite: Wenn man sich die Zeitspanne ansieht, in der ich schon in den Social Media Kanälen dabei bin und wie viel ich in der Zeit gepostet habe - und das dann mit meinen Followerzahlen vergleicht? Puh, auf voller Linie versagt, würde ich mal sagen!
Wenn ich dann andere sehe, deren Zahlen in den letzten Jahren "durch die Decke gegangen" sind, dann frage ich mich natürlich: Was machen die anders, was machen sie besser? Haben sie genau ihr Ding gefunden, sprechen sie die Leute mit ihren Posts mehr an? Aber manche posten auch (oder sogar noch viel mehr) hübsche Bilder ihrer Cover und bekommen dafür richtig Resonanz! Andere posten nur ein-zwei Mal die Woche etwas und ihre Followerzahlen steigen dennoch - aber gut, wir hatten es schon ein paar Mal von dem Thema, dass es ein zweischneidiges Schwert ist, sich mit anderen zu vergleichen.
Also genug gejammert und zurück zum Thema Bestseller! Aber auch dazu ... joa, ich hab die Lösung offenkundig noch nicht gefunden ;)
Klar hilft es bestimmt, wenn man sich eine große Reichweite aufgebaut hat, aber ich habe auch schon von Freunden gehört, dass ihre größere Reichweite nicht mit unbedingt mehr verkauften Büchern einherging! Nicht jedes Buch spricht auch sofort jeden Follower an, denn Leute können einen aus verschiedenen Gründen folgen, wenn man vielleicht auch ein buntes Spektrum an Interessen und Dingen auf seinen Kanälen zeigt, die sich nicht nur ums Thema Buch drehen.

Gleichzeitig gibt es auch richtig bekannte Autoren, deren Social Media Kanäle eher "nebenbei" entstehen und kaum von ihnen gepflegt werden. Doch dann stehen dahinter dennoch Jahre an Aufbau-Arbeit, an Investitionen von Zeit, Schweiß und oftmals auch Werbekampagnen von Verlagen.
Für die, die auf solche großen Investitionen/Unterstützungen (nicht nur allein) zugreifen können, sind da die online Plattformen wie Insta natürlich eine tolle Möglichkeit!
Ich denke mal, man muss sich aber auch die Frage stellen: Wofür macht man es? Will ich mir eine große Reichweite nur mit dem Hintergedanken aufbauen, dass sich damit mein nächstes Buch zum Bestseller entwickelt? Klar, wenn wir Autoren ehrlich sind, fänden wir das schon klasse, wenn das auch ein Effekt wäre ;) Aber ich denke auch, dass man einen Mehrwehrt für sich und seine Leser darin finden sollte. Es sollte einem selbst Spaß machen - und das ist ehrlich gesagt bei mir manchmal der Knackpunkt. Ich strebe nicht aktiv nach "fame and fortune" und bin auch nicht bereit, mein Privatleben oder meine wissenschaftliche Karriere dafür zu verbiegen, um besseren "Content" zu liefern. Vielleicht muss ich mich dann damit abfinden, dass meine Reichweite langsamer steigt oder auch nicht. Es ist nun mal leider nie so mein Ding gewesen, mich mit Instagram und facebook-Algorithmen so intensiv auseinanderzusetzen, um stärkere Reichweiten zu schaffen (Ich werfe übrigens niemandem hier vor, dass kalkulierend zu machen, aber mal ehrlich, ich könnte das schon professioneller angehen, finde aber nicht immer die Energie/Zeit/Lust dazu).

Dennoch, wenn ich mir die Frage stelle: Warum mache ich das? Dann ist die Antwort leicht. Ich möchte mein Kreativleben mit meinen Freunden und Lesern teilen - und für sie tolles bieten und aber auch erreichbar sein! Natürlich wäre eine Bestseller-erzeugende Reichweite auch toll, aber ich kann mir vorstellen, dass sie auch enormen Druck bedeutet ... und bis es soweit ist (oder auch nicht) erfreue ich mich der einzelnen Dinge, wie zum Beispiel an einer Nachricht, die mich gestern erreichte, als eine junge Leserin mir eine bombastische Cover-Zeichnung schickte. "Zwang" ist vielleicht kein Bestseller, aber meine Leserin und ich - wir haben uns gegenseitig erreicht.

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