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Fanowa und der Weltfrauentag

Starke Stories über starke Frauen - der Weltfrauentag aus dem Blickwinkel der Phantastik

Viele Jahre und Jahrzehnte lang bot Fantasy Geschichten über heldenhafte Männer, die in von männlichen Bösewichten angezettelten Kriegen kämpfen und siegen. Bis auf wenige Ausnahmen waren Frauen nur schmückendes Beiwerk oder maximal Nebenbösewichte. Doch die Zeiten haben sich geändert. In meinen Geschichten haben Frauen große Rollen und viel zu sagen. Exemplarisch möchte ich Euch zwei Haupt- und zwei Nebenfiguren kurz vorstellen:

ZENAY ist Dreh- und Angelpunkt meiner Hauptreihe "Das Vermächtnis der Wölfe". Als Sina in unserer Welt aufgewachsen und an weitgehende Gleichberechtigung gewöhnt, wird sie unvermittelt in eine ihr völlig fremde Welt gerissen, in der viele Dinge anders laufen. Einerseits werden Frauen in Hosen schräg angeguckt - andererseits haben die Frauen im Dorf genauso viel zu sagen und zu melden wie die Männer, ohne dass ihnen Kompetenz in bestimmten Themen abgesprochen würde. Doch die Welt wird von einem anderen Volk beherrscht - und dieses ist, obwohl an seiner Spitze eine mächtige Diktatorin steht, alles andere als emanzipatorisch. Doch Zenay denkt keinen Moment daran, sich zu unterwerfen, und sucht ihren eigenen Weg durch diese unerbittliche Welt ... Ein wichtiger Aspekt ihrer langen und entbehrungsreichen Geschichte ist dabei ihr Weg von einem traumatisierten, jungen Ding zu einer starken, selbstbewussten Frau, die Magie, Freundschaft und Kampfkraft nutzt, sich aber nicht von der Macht der Magie verführen lässt (hoffentlich ...).

ZAYDA wächst als junge Frau auf der rauen Hochebene der nicht minder rauen Ratken auf. Als Tochter des Stadtherrschers hat sie noch vor ihrer Geburt einen festen Lebenslauf: Aufwachsen, feine Manieren lernen, heiraten, unterstützend hinter ihrem Mann stehen, die Ehre und den Genpool der Familie mehren. Dass sie damit nicht einverstanden ist, stößt nur auf Unverständnis. Aber klein beizugeben ist keine Option für das junge Mädchen - mit viel Kraft und Wut kämpft sie sich durch alle Widerstände durch und verfolgt ihre eigenen Träume und Wünsche. Doch der stete Kampf gegen das Patriarchat, falsche Freunde und unglückliche Entscheidungen fordern ihren Tribut - denn Zayda ist die Diktatorin aus Zenays Geschichte!

VANU lernt Zayda in einer Magierschule kennen und freundet sich mit dieser schroffen, faszinierenden Frau an. Sie ist eine junge Felide und hat, anders als ihre neue Freundin, kaum schlechte Erfahrungen machen müssen, nur weil sie eine Frau ist. Nicht Wut und Bitterkeit machen sie stark, sondern ein freundliches Umfeld und gute Lernbedingungen. Aber das Schicksal treibt die beiden Frauen wieder auseinander und aus engen Freundinnen werden erbitterte Feinde - doch gleichzeitig knüpft es sie auch unumkehrbar aneinander, und ein erneutes Aufeinandertreffen wird sich nicht vermeiden lassen ...

ASHANEE tut man fast schon Unrecht, wenn man sie Nebenfigur nennt - denn eigentlich ist sie die heimliche Heldin von "Jamil". Aufgewachsen in den ruhigen, sanften Hügeln der Unbekannten Küste, fällt ihre Welt aus allen Fugen, als eine Gruppe Fremder in der Nähe ihres Dorfes anlandet. Die naturnah lebenden Eingeborenen treffen auf vergleichsweise moderne Städter - doch während Ashas Volk in einer gleichberechtigten Dorfgemeinschaft lebt, kommt Jamil aus einer Ständegesellschaft - und (ohne zu viel verraten zu wollen): dass er und seine Gruppe in der Fremde landen, hat viel mit einer arrangierten Hochzeit zu tun ... Jamil hat in dieser ihm neuen Welt noch viel zu lernen, und die freie, mutige Jägerin Asha spielt dabei eine ganz entscheidende Schlüsselrolle.

Und das sind nur vier von vielen großen und kleinen Frauenfiguren in meinen Büchern und Novellen. Keine gleicht der anderen - aber sie alle würden sicher zustimmen zu #RightsNotRoses.

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